Reisen

Wandern in der sächsischen Schweiz

Lange nichts mehr gepostet. Neue Arbeitsstelle, keine Zeit, keine Lust.

Am 4. Oktober 2019 haben wir uns auf dem Weg in die sächsische Schweiz gemacht. Kurze Story bis zu diesem Zeitpunkt: ich liege am WE im Bett und sehe bei Instagram ein wunderschönes Bild „Bastei Bridge Germany“. Sowas gibt es tatsächlich in Deutschland. Schatz…wir müssen hin. Schatz die Tour ausgesucht, Hotel in Bad Schandau gebucht und kurz vor zwölf (ein Tag vor dem Feiertag, um 18.00 Uhr, durch die Stadt gefahren) noch die geeignete Ausrüstung gekauft, sprich Hosen, Wanderschuhe und Jacke. Sehr teuer. Hat wehgetan.

Zurück zum 4. Oktober 2019. Um 07.00 Uhr haben wir unseren Kaffee geschlürft und unsere Brote mit Liebe gemacht, damit wir pünktlich um 08.00 Uhr das Haus verlassen können.

Um 12.15 haben wir unser Auto auf dem etwas weiteren Parkplatz von der Bastei entfernt geparkt und sind zu Fuß (ca. 30 Minuten) bis zum ersten wunderschönen Ausblick am Pavillonswächter gegangen. Ich habe gleich meine M50 aus der Tasche geholt und versucht wunderschöne Bilder zu knipsen. Um ehrlich zu sein, habe ich seit Monaten meine Kamera nicht mehr angerührt.

Aussicht Pavillonwächter
Aussicht Pavillonwächter

Danach haben wir ziemlich spontan entschieden die Tour andersherum zu gehen und haben uns in die Richtung „Schwedenlöcher“ aufgemacht. Die Lichtverhältnisse dort waren für meine Kameraausrüstung eine Herausforderung. Da dort viele Menschen, wirklich sehr viele Menschen, unterwegs waren, und ich nicht viel Zeit hatte die geeigneten Kameraeinstellungen vorzunehmen, habe ich entschieden Bilder mit der Handykamera zu knipsen. Es geht schneller und ich kann mich mehr auf die Landschaft konzentrieren und sie genießen. Ich war erleichtert. Als ich mir die Bilder am PC angeschaut habe, habe ich die Entscheidung bereut. D.h. für mich, dass ich mich mit der Kamera wieder mehr beschäftigen soll und mir vielleicht ein besseres Objektiv zulegen soll.

Die Entscheidung, die Tour andersherum zu wandern, war in dem Moment richtig. Wir sind die Schwedenlöcher abgestiegen. Ich kann euch sagen, welchen Duft die anderen Wanderer an uns vorbei mitgebracht haben. Außerdem sahen alle ziemlich fertig aus.

Am See Amselgrund vorbei haben wir uns durch den wunderschönen Wald auf dem Weg zum Gamrig gemacht. Unser Highlight des Tages. Wunderschön. Dort haben wir eine Pause gemacht und haben den wunderschönen endlosen Ausblick genossen. Einfach fabelhaft. In diesem Moment waren wir nach vielen Treppensteigen froh, dass wir dort oben angekommen sind. Um dort oben anzukommen, mussten wir über einen sehr schmalen Weg am Abgrund vorbei gehen. Das ist nicht ungefährlich. Also, seid vorsichtig. Habe ich schon gesagt, wie schön es dort oben war? Außerdem waren dort oben nicht viele Menschen.

Amselgrund
Gamrig

Der nächste Halt war der Ort Rathen. So märchenhaft süß und schön. Wir haben uns ein Eis zum Ausruhen gegönnt und sind dann weitere Treppen nach oben gestiegen bis wir endlich die „Bastei Bridge“ erreicht haben. Ich habe leider die Bastei gar nicht so sehr genossen. Der Menschenandrang war noch sehr groß. Vielleicht gehen wir nochmal dort hin, wenn es sehr sehr kalt ist und kein WE ist :-). Noch ein paar Bilder geknipst und anschließend haben wir den Bus bis zum nächsten Parkplatz, wo unser Auto stand, genommen. Wir mussten bis 18.00 Uhr einchecken und hatten nicht mehr viel Zeit. Außerdem waren wir erledigt ;-).

Bastei Bridge

In Bad Schandau haben wir, nachdem wir beim Hotel Garni Dekorahaus eingecheckt haben, uns die sehr leckere Hausmannsküche in dem Elbflorenz Restaurant gegönnt: Rinderroulade und Tafelspitz. Sehr lecker, sehr nette Bedienung, tolle Atmosphäre.

Rinderroulade
Tafelspitz

Am nächsten Tag hat es aus allen Wolken geregnet. Unser Plan war die Festung Königstein (12 Euro Eintritt pro Person) zu besuchen. Also, haben wir uns in unseren Wasser- und Winddichten Klamotten eingepackt und sind nach dem leckeren Frühstück nach Königstein gefahren. Dort haben wir im Parkhaus, oben an der Festung geparkt. Weiter oben können nur Busse parken. Eine tolle Erfahrung beim Wind und Wetter. Wir sind trocken geblieben und haben nicht gefroren, so wie viele andere Besucher ;-). Nach ca. 5 Stunden haben wir uns einen leckeren Mohn- und Käsekuchen gegönnt. Wir wollten dort essen, aber um ca. 15.00 Uhr waren die Gaststätten so überfüllt, sodass uns der Appetit vergangen ist. Anschließend sind wir mit dem Festungsexpress für 2,50 Euro pro Person zurück zum Parkhaus gefahren und haben eine ruhige Autobahnfahrt bis Zuhause genossen.

Fazit: das machen wir nochmal. Die Tour, die wir uns ausgesucht haben, war viel zu groß (9,4 km, 472 m Höhenunterschied). Sie ist auf jeden Fall machbar, aber für ein gemütliches Wandern ist die Tour zu anspruchsvoll. Ich würde gerne diese Tour im Winter machen. Vielleicht ist der Menschenandrang nicht so groß und ich dann mehr Zeit zum Fotografieren habe. Keine Handykamera mehr! Ich schwöööööör :-). Außerdem möchten wir die Gegend einsam genießen ;-).

Die Wanderer

Neuste Beitäge
Wandern in der sächsischen Schweiz

Lange nichts mehr gepostet. Neue Arbeitsstelle, keine Zeit, keine Lust. Am 4. Oktober 2019 haben wir uns auf dem Weg ...